Knapp einen Monat vor dem Start der Fußball EM 2012 (8. Juni – 1. Juli) hat Bundestrainer Jogi Löw seinen vorläufigen EM-Kader bekannt gegeben. Er wird zunächst mit 27 Spielern in die Vorbereitung starten, wobei der Bayern-Block aufgrund des Champions-League-Finales erst später zur Nationalmannschaft stoßen wird. Bis auf Schalkes Jungstar Julian Draxler und Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen, besteht das vorläufige Aufgebot aus den bekannten Gesichtern. Der 18-jährige Draxler wurde während einer Schulstunde von der Nominierung überrascht, für ihn geht jetzt ein Traum in Erfüllung. Experten bezweifeln aber, dass er auch mit zur EM fahren wird, wenn es drauf ankommt, greift Löw erfahrungsgemäß auf bewährte Stammspieler zurück.
Auffällig war das große Aufgebot für das deutsche Mittelfeld, gleich 13 Spieler buhlen hier um das EM-Ticket, während mit Gomez, Klose und Cacau nur drei nominelle Stürmer im vorläufigen Kader stehen. Löws Hang zur personellen Konstanz wurde bei der Nominierung Cacaus besonders deutlich. Der gebürtige Brasilianer spielte eine bescheidene Bundesligasaison, erhielt aber den Vorzug vor den formstarken Stefan Kießling und Patrick Helmes.
Gegenüber der Gazzetta dello Sport äußerte sich der Bundestrainer über die Favoriten der EM und die Chancen der DFB-Elf.
Trotz der jüngsten Niederlagen von Real Madrid und dem FC Barcelona in der Champions-League, sieht er die spanische Nationalmannschaft weiter als Top-Favorit bei den EM Quoten. Die Furia Roja sei nicht unschlagbar, man müsse aber „richtig guten Fußball spielen, um sie zu schlagen“. Seiner Elf attestierte er einen erfolgreichen Reifeprozess, es gebe aber noch eine Reihe weiterer Favoriten, beispielsweise Portugal und die Niederlande. Ausgerechnet gegen die beiden Top-Teams muss Deutschland bereits in der Vorrunde antreten.
Die Sportwetten Anbieter rechnen mit dem Gruppensieg der deutschen Elf, bei der Titelwette liegt sie nur ganz knapp hinter den Spaniern aber noch vor Holland und Portugal.
